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the ocean cleanup(Foto: The Ocean Cleanup)

Eigentlich wollten wir euch von dieser Idee auf Facebook berichten, doch dann entschieden wir uns, einen richtigen Artikel darüber zu schreiben. Denn wenn ein so junger Mensch wie Boyan Slat, eine so große Sache, mit einem so großen Willen und Mut anpackt und durchzieht, dann verdient ein solch inspirierendes Projekt es auch, dass darüber gebührend geschrieben wird. Und dazu reichen eine handvoll Wörter auf Facebook nicht aus. Es geht um das wirklich geniale Projekt „Ocean Cleanup“.

the ocean cleanup(Foto: The Ocean Cleanup)

Wir stießen auf dieses Projekt, weil wir eigentlich schon seit Jahren mit sehr großer Sorge die immer schlimmere Verschmutzung unserer Weltmeere verfolgen. Die zahlreichen Dokumentationen, wissenschaftlichen Arbeiten und erschreckenden Bilder zu diesem Thema ließen uns schon daran zweifeln, ob und wie wir Menschen diese unglaublich große und immer schlimmer werdende Verschmutzung der Weltmeere stoppen und beseitigen können. Für uns war ein Satellitenfoto der Weltmeere das wohl einprägsamste Beispiel für diese Verschmutzung, weil es eindrucksvoll die Ausweitung und den bereits herrschenden Verschmutzungsgrad unserer Meere zeigte – ich sage nur „Müllstrudel“. Uns scheint es dabei so, also ob neben dem Müll kaum noch Wasser auf diesen Aufnahmen zu sehen ist.

the ocean cleanup(Foto: The Ocean Cleanup)

So ähnlich muss es wohl auch dem damals 17-Jährigen Boyan gegangen sein, als er anfing sich mit diesem Thema zu beschäftigen. Doch er zweifelte nicht. Er war der festen Überzeugung, dass es eine machbare Lösung geben müsse, die Unmengen an Müll aus unseren Meeren zu bekommen. Er fing an zu suchen und erfand eine faszinierende, praktikable, die Meeresökosysteme nicht beschädigenden und verhältnismäßig preiswerte Methode unsere Ozeane in ziemlich kurzer Zeit zu säubern. Mit seinen 17 Jahren stellte er dann seine Idee auf der TedX-Konferenz in Delft vor und überzeugte insgesamt 100 Menschen im zu helfen.

Wie funktioniert „Ocean Cleanup“?

Vor Ocean Cleanup basierten alle Ideen die Ozeane zu säubern auf der Grundannahme, dass wir das aktiv tun müssten. Meisten spielten dabei Schiffe und Netze die entscheidende Rolle, was diese Ideen nicht nur unglaublich teuer, sondern auch eine potentielle Gefahr für Meeresbewohner werden ließ. Boyan stellte diese Grundannahmen mit seinem Ocean Cleanup-Konzept auf den Kopf:

Wieso dem Müll aktiv hinterherjagen, wenn das Meer den Müll auch freiwillig zu uns bringt? Er dachte sich eine (riesige) Konstruktion aus schwimmenden Barrieren und Plattformen aus, an denen sich der Plastikmüll durch die Meeresströmungen und Winde von selbst ansammelt, bevor er von uns Menschen abgesammelt wird. Und diese Konstruktion macht den Einsatz von Netzen überflüssig, wodurch alle Meeresbewohner an den Barrieren vorbeikommen, der Müll aber nicht. Das ganze Prinzip funktioniert auch deshalb wunderbar, weil sich das meiste Plastik in den oberen drei Metern des Meeres befindet und sich die Konstruktion so bauen lässt, dass man damit Millionen von Quadratkilometern abdecken kann. Und das zu einem dreiunddreißigstel der Kosten, die andere Methoden kosten würden. Das Beste: Berechnungen und die Machbarkeitsstudie vom Ocean Cleanup-Team haben bewiesen, dass durch Ocean Cleanup ein kompletter Ozeanwirbel innerhalb von 5 Jahren gesäubert werden könnte ohne dabei Schäden anzurichten. Und der herausgefischte Plastikmüll kann sogar relativ problemlos recycelt werden.

(Fotos: The Ocean Cleanup)

Jetzt fehlt dem Ocean Cleanup Team nur noch das nötige Kleingeld und eigens dafür  wurde ein Crowdfunding Projekt ins Leben gerufen. Wir hoffen sehr, dass sich genug Unterstützer finden werden, denn solche Projekte beweisen, dass wir mit relativ wenigen Mitteln sehr viel erreichen können und unsere Welt wieder etwas besser zu machen und sie zu schützen. Wenn einfach genügend mitmachen und helfen. Also legen wir los!

Im Übrigen werden wir euch hier unserem Blog bald noch mehr über ein anderes, sehr interessantes Crowdfunding Projekt berichten. Ihr dürft gespannt bleiben.

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